Förderkonzept

„Es liegt nicht an den Kindern, den Normen der Schule zu entsprechen, es ist die Aufgabe der Schule, der Verschiedenheit der Kinder Rechnung zu tragen!“

Ganz im Sinne dieses Leitsatzes von Célestin Freinet (1896 – 1966) möchte das Pius – Gymnasium eine „Schule der Vielfalt“ sein. Die damit verbundene Notwendigkeit individueller und individualisierter Förderung sowie innerer und äußerer Differenzierung waren schon zu Gründungszeiten der Schule um 1956 prägend, als man Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern gezielt zum Abitur führen wollte.

Gezielte individuelle Förderung, an der alle Kinder teilhaben, findet in den Fächern Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Latein, Mathematik sowie im Wahlpflichtbereich II über ein ganzes Schuljahr und genau an den „Sollbruchstellen“ statt, an denen der Unterrichtsstoff einerseits schon fortgeschritten genug ist, andererseits eine Unterstützung aber noch rechtzeitig erfolgen kann. Daneben bietet die Schule auf Grund der in den Gutachten- oder Zeugniskonferenzen erstellten Förderpläne Stützkurse für diejenigen an, bei denen ein erhöhter Förderbedarf festgestellt wird.

Für Schülerinnen und Schüler, die aus Belgien kommen und dort statt Englisch Französisch als erste Fremdsprache kennen gelernt haben, wird nach Bedarf in der letzten Ferienwoche vor Schulbeginn ein Angleichungskurs eingerichtet, der den Jungen und Mädchen helfen soll, schneller an des geforderte Unterrichtsniveau im Englischunterricht heranzukommen. Im neusprachlichen Bereich tragen die verschiedenen Auslandsaktivitäten in Frankreich und England zu einer individuellen Stärkung und Vertiefung der Fremdsprachenkenntnisse wesentlich bei.

Zahlreiche Enrichmentmaßnahmen, die seit 2001 an unserer Schule angeboten werden, werden gerne besucht. Besonders gute Schülerinnen und Schüler überwiegend der Stufen 7 bis EF, deren Qualifikation in den Zeugniskonferenzen festgestellt wird, werden vormittags zu ein- oder zweistündigen Enrichmentkursen eingeladen, während der normale Unterricht ihrer Klasse weiterläuft. So wird nicht nur ihr Bildungshorizont erweitert, sondern auch das sie demotivierende Wiederholen bereits verstandener Inhalte durch das Fehlen im regulären Unterricht reduziert. Seit 2002/2003 besteht auch die Möglichkeit der Teilnahme an dem Projekt „Studieren vor dem Abi“ in Kooperation mit der RWTH Aachen (Aachen – University).

Das Angebot an Arbeitsgemeinschaften ist mannigfaltig. Die AGs werden von Lehrkräften, Eltern oder auch Schülerinnen und Schülern geleitet und bieten auf ganz unterschiedliche Weise die Möglichkeit, das eigene Profil zu suchen, zu finden und zu entwickeln. Besonders reichhaltig ist das Angebot im musischen Bereich, der traditionell am Pius– Gymnasium eine besondere Wertschätzung erfährt. Die unbestrittene Bedeutung des Musizierens oder Theaterspielens zur Stärkung von Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein wird verstärkt bei der Übernahme einer Solopartie oder eine tragenden Rolle in einer Aufführung. Regelmäßig werden Anreize zu öffentlichen Auftritten in Schulkonzerten, Feierstunden, Festen oder Elternabenden gegeben.

Um die zahlreichen individuellen Fördermaßnahmen dokumentieren und festhalten zu können, führen die Schülerinnen und Schüler einen Europaschulpass. Hier werden Teilnahmebescheinigungen, Gutachten oder Zertifikate über individuelle Leistungen und Fördermaßnahmen eingelegt, die von den Schülerinnen und Schülern außerhalb des Pflichtunterrichts erworben werden.

Wenn Sie sich noch genauer über die Fördermaßnahmen am Pius-Gymnasium informieren wollen, können Sie alles Weitere im Schulprogramm nachlesen:

pdf Schulprogramm (Stand Dezember 2016) (1.74 MB)

Helmut Tank