Grundsätze und Ziele

Die katholische Kirche will durch ihre Schulen in besonderer Weise in unserer Gesellschaft gegenwärtig und sichtbar sein. Zu ihren Kennzeichen gehören soziale Offenheit und besondere Berücksichtigung der schwächeren und benachteiligten Glieder der Gesellschaft. Dabei sollen nicht nur wirtschaftlich-finanzielle Benachteiligungen, sondern auch persönliche und familiäre Belastungen Berücksichtigung finden.

Eine katholische Schule in freier Trägerschaft soll jungen Menschen helfen, ein Leben aus dem Glauben zu führen und sich in der Welt als Christen zu verhalten. Sie will sie zu einer ihrer Reife und Entwicklung entsprechenden Auseinandersetzung mit der Botschaft Christi einladen und ihnen helfen, zu einem personalen Glauben zu gelangen. Dabei darf sie nicht nur ein Ort der intellektuell-unverbindlichen Information sein. In ihr muss Glaube auch als persönliches, glaubhaft bezeugtes Angebot spürbar werden.

Eine katholische Schule wie das Bischöfliche Pius-Gymnasium will eine Stätte sein, an der junge Menschen christliches Gemeinschaftsleben erfahren (auch im außerunterrichtlichen Bereich) und lebendige Glaubenspraxis in vielfältiger Weise (Gottesdienste, Gebet, Tage religiöser Besinnung etc.) vollziehen können. Im religiösen Gemeinschaftserlebnis sollen sie sich auch emotional angesprochen fühlen.

Zu einer christlichen Erziehung gehört unabdingbar auch das Bemühen, in Kindern und Jugendlichen die Bereitschaft zu wecken, für andere Menschen da zu sein, mit Notleidenden und an den Rand der Gesellschaft Gedrängten Solidarität zu üben und für das Wohl aller Menschen, den Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einzutreten. Christsein erweist sich in konkretem Tun. Darum ist für uns ein Sozialpraktikum ebenso wie ein kontinuierliches soziales Engagement für notleidende Menschen vor Ort, in Europa oder anderen Erdteilen Ausdruck authentischen Christseins. Glaube ist immer auch eine Sache des Herzens und des praktischen persönlichen Tuns.

Ausgehend von einem christlichen Menschenbild muss das oberste pädagogische Ziel einer christlichen Schule die Bildung des ganzen Menschen sein in seiner kreatürlichen Einheit von Leib, Seele und Geist. Das bedeutet, dass zur Ausbildung des Intellekts notwendig auch die Entfaltung kreativer Fähigkeiten und musischer Begabungen und auch die Pflege der seelischen Schichten im Menschen (Sensibilität, Mitmenschlichkeit, Verantwortung, Gewissen) hinzukommen müssen.

Bei aller fachlichen Leistungsanforderung, die an einem Gymnasium notwendig gestellt werden muss, erweist sich eine Schule wie die unsere als christliche auch durch das Maß an mitmenschlicher Achtung und Wertschätzung, das die zur Schulgemeinde Gehörenden einander entgegenbringen. Im Umgang miteinander muss eine Atmosphäre der Menschlichkeit spürbar werden, die besonders durch die Art des Miteinanders von Lehrenden und Lernenden zum Ausdruck kommt. Feste und Feiern, insbesondere die gemeinsame Feier der Eucharistie, lassen im Zusammenwirken und Mitvollzug aller zur Schulgemeinde Gehörenden eine Gemeinschaft erlebbar werden, die ein Stück lebendiger Kirche sein will.

Wenn Sie sich noch genauer über die Grundsätze und Ziele des Pius-Gymnasiums informieren wollen, können Sie alles Weitere im Schulprogramm nachlesen:

pdf Schulprogramm (Stand Dezember 2016) (1.74 MB)

Die Schulleitung