In Erinnerung an Harald Eckstein
Am 31. August ist unser ehemaliger Kollege Harald Eckstein im Alter von 75 Jahren verstorben. Über mehr als drei Jahrzehnte war er dem Bischöflichen Pius-Gymnasium eng verbunden und hat unsere Schule in dieser langen Zeit auf vielfältige Weise geprägt.
Seit dem 1. Februar 1983 gehörte Harald Eckstein unserem Kollegium an. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2017 unterrichtete er die Fächer Deutsch, Geschichte und Katholische Religionslehre. Sein hohes Ansehen bei Kolleginnen und Kollegen, Schülerinnen und Schülern sowie bei den Eltern gründete auf seinen hervorragenden Fachkenntnissen und seinem bemerkenswerten pädagogischen Geschick.
Seine pädagogische Arbeit war von menschlicher Integrität, Bescheidenheit und großer Hilfsbereitschaft geprägt. Im Umgang mit Kindern und Jugendlichen verband er eine klare, reflektierte Haltung mit Verständnis, Humor und Freude an der gemeinsamen Arbeit. Mit großem Verantwortungsbewusstsein wirkte er als Klassenleiter in der Sekundarstufe I, als Beratungslehrer und als Tutor in der gymnasialen Oberstufe. Mehr als 15 Jahre lang war er zudem Vertrauenslehrer der Schülervertretung. Die Wertschätzung, die er innerhalb der Schulgemeinschaft genoss, zeigte sich auch in seiner mehrfachen Wahl in den Lehrerrat, zu dessen Vorsitzendem sowie in die Schulkonferenz.
In besonderer Weise engagierte sich Harald Eckstein für die pädagogische Weiterentwicklung des Pius-Gymnasiums. Seit dem Schuljahr 1997/98 koordinierte er die Arbeit am Schulprogramm und brachte dabei seine hohe Kompetenz in allgemeinpädagogischen Fragen ein. Zugleich setzte er sich intensiv mit dem besonderen Profil einer katholischen Schule in bischöflicher Trägerschaft auseinander. Auch die Betreuung von Schulpraktika für Studierende und Priesteramtskandidaten sowie seine Mitarbeit bei der Planung und Gestaltung des Pius-Festes gehörten zu seinem vielfältigen Engagement.
Seit 2001 organisierte Harald Eckstein mit großer Sorgfalt die Besinnungstage der Schule. Besonders die von ihm betreuten Fahrten nach Weimar lagen ihm am Herzen und ermöglichten vielen Schülerinnen und Schülern Erfahrungen, die weit über ihre Schulzeit hinauswirkten.
Mit seiner Verlässlichkeit, seiner Verbindlichkeit und seiner Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, hat Harald Eckstein unser Schulleben über Jahrzehnte entscheidend mitgestaltet. Auch viele Jahre nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Schuldienst sind die Spuren dieses Wirkens in unserer Schule lebendig. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Ulrich Brassel
