Lernbegleitung

Lernbegleitung am Pius – ein weiterer Baustein auf dem Weg zu individualisierter Förderung

“Gut aufgehoben ist ein Kind an einer Schule, in der es sich mit seiner ganz eigenen Persönlichkeit angenommen und ernstgenommen weiß. Daher möchten wir jedes Kind auf seinem ganz eigenen Weg der Entfaltung begleiten und fördern.”

Genau diesem im Schulprogramm formulierten Anspruch möchten wir am Pius-Gymnasium sowohl durch eine individuelle pädagogische Betreuung als auch durch eine differenzierte fachliche Unterstützung und Förderung auf vielerlei Ebenen gerecht werden: Da sind die Klassenlehrer/-innen als erste Ansprechpartner, die Fachlehrer/-innen, Klassensprecher/-innen und – last but not least – unsere Schulleitung. Wenn Schülerinnen und Schüler persönliche Probleme haben, finden sie bei den Kontaktlehrer/-innen und Kontaktschüler/-innen ein offenes Ohr und Hilfe. Mit der Etablierung der Lernbegleitung möchten wir nun einen weiteren Baustein hinzufügen.

Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff “Lerncoaching”?

Beim Lerncoaching geht es nicht – wie etwa bei einer Nachhilfe oder einem fachbezogenen Förderangebot – um das Erschließen von Unterrichtsinhalten oder ein allgemeines Methodentraining, sondern um eine individuelle Unterstützung von Schülerinnen und Schülern bei auftretenden Lernschwierigkeiten. Wichtig ist es dabei, zunächst zuzuhören und den Problemen auch anhand spezieller Diagnostikverfahren in Kooperation mit den unterrichtenden Lehrer/-innen auf den Grund zu gehen. In einem weiteren Schritt erfolgt die Entwicklung von Lösungsstrategien. Dabei ist es grundlegend, dass die Schülerin bzw. der Schüler selbst mitbestimmt und lernt selbst Verantwortung zu übernehmen. In kleinen Schritten werden Verhaltensänderungen eingeleitet, indem konkrete Abmachungen getroffen und auch schriftlich, z.B. in Form von Förderbögen, fixiert werden.

Die weiteren Hilfsangebote fallen den individuellen Bedürfnissen der SuS entsprechend ganz unterschiedlich aus: Da gibt es z.B. Kinder mit einem nachgewiesenen Förderbedarf im emotional-sozialen Bereich, etwa durch Vorliegen einer ADHS-Symptomatik, denen es schwerfällt, sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren oder ihre Arbeitsmaterialien vorzuhalten. Neben einer stundenweisen Begleitung in den Unterricht kann es für dieses Kind hilfreich sein, die Arbeitsmaterialien regelmäßig zu kontrollieren und gemeinsam zu sortieren. Bei SuS mit einer körperlichen Behinderung ist es unter Umständen wichtig, für eine behindertengerechte räumliche und technische Ausstattung zu sorgen. Von selbst versteht sich auch, dass Kinder mit Migrationshintergrund und ihre Familien Unterstützung brauchen. Es gilt Nachhilfe zu vermitteln, Anträge zu bearbeiten und die weitere Schul- oder Berufslaufbahn zu planen. Aber neben diesen offenkundigen Zielgruppen gilt das Angebot des Lerncoachings natürlich grundsätzlich für alle SuS, bei denen aus unterschiedlichsten Gründen Lernprobleme auftreten.

Und wer sind nun die Lernbegleiter am Pius?

Zum Lerncoaching-Team am Pius gehören Herr Gielen, Frau Straukamp-Korte und der Leiter der Bischöflichen Marienschule Herr Schöpping. Eine enge Vernetzung besteht zudem mit den jeweiligen Förderschullehrer/-innen und der Schulsozialarbeiterin Frau Riecke als Ansprechpartnerin für SuS mit Migrationshintergrund und natürlich den Vertrauenslehrer/-innen und den Kontaktschüler/-innen.

“Es liegt nicht an den Kindern, den Normen der Schule zu entsprechen, es ist die Aufgabe der Schule der Verschiedenheit der Kinder Rechnung zu tragen” (Celistin Freinet).

Indem wir am Pius, in unserem ‘Haus des Lernens’, die Lernbegleitung verankern, möchten wir diese Aufgabe einmal mehr annehmen.

Almut Straukamp-Korte & Georg Schöpping